Vanessa

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Ich bin Artemis, weil ...

ich von Kindesbeinen an mit dem Wald und seinen Bewohnern in Berührung gekommen bin. Ich teile das Wissen und die Erfahrung der vorigen Generation mit der jetzigen und möchte meine Kenntnisse und meine Leidenschaft ebenfalls weitergeben.

Mein Großvater hat mich schon sehr früh in den Wald mitgenommen. Er hat mir zu jeder Jahreszeit die Lebensgewohnheiten der Tiere näher gebracht. Er hat mich gelehrt, ihr Verhalten zu verstehen, es zu deuten und Schlüsse daraus zu ziehen. Mein Ziel war es immer, auch einmal Jägerin zu werden. Diesen Wunsch konnte ich mir 2013 erfüllen und seither streife ich durch mein eigenes Revier, mit dem besten Lehrer an meiner Seite, meinem Großvater.
In den letzten Jahren lernte ich sehr viele verschiedene Jagdgebiete und Möglichkeiten kennen, die eine zusätzlich Bereicherung darstellten.

Mein Name ist Vanessa Vogel, ich bin 25 Jahre alt und Studentin an der FH Wiener Neustadt für „Biomedizinische Analytik.“
Ich wohne im sonnigen Burgenland, wo auch nur wenige Minuten entfernt mein Jagdgebiet liegt.
Meine Freizeit verbringe ich größtenteils im Wald. Neben der Pflege der Tiere und deren Lebensräume gehört auch die Regulation des Wildbestands zu meinen Aufgaben dazu. Dass die Jagd mehr als nur ein Hobby für mich ist, war schon von Beginn an absehbar. Es ist eine Leidenschaft, die verbindet. Ich habe so viele Menschen kennen gelernt, wobei einige auch gute Freunde geworden sind. Der Austausch untereinander und die Freude, gemeinsam etwas zu erleben, ist wirklich einzigartig. Oft werde ich in meinem Studium gefragt, nach welchen Kriterien ich beschließe, ein Tier zu erlegen oder wie oft ein Jäger seiner Passion nachgeht. Dann komme ich ins Schwärmen und erzähle. Es ist mir wichtig, den Menschen, die nicht so viel mit dem jagdlichen Brauchtum zu tun haben, tiefe Einblicke zu vermitteln. Dadurch kann man das Bild von Jägerinnen bzw. Jägern und ihren Aufgaben besser verstehen. Schließlich ist es ein besonderes Privileg, die Jagd ausüben zu dürfen.

Wenn ich mich abends in Ruhe auf meinen Hochstand setzen kann und in den Wald lauschen darf, entfliehe ich der Hektik und dem Stress des Alltags. Der Geruch der Bäume, die singenden Vögel, aber auch die scheinbar vollkommene Stille bereiten mir ein Gefühl, das kaum beschreibbar ist. Für mich war es die richtige Wahl, dass ich Jägerin geworden bin, und es ist für mich nicht selbstverständlich, diese Leidenschaft ausleben zu dürfen.

Obwohl ich über die Jahre schon so viel von meinem Großvater gelernt habe, bin ich aber noch lange nicht am Ende. Ich entdecke immer wieder Neues, werde auf manches hingewiesen und erfahre so immer mehr. Die jahrzehntelange Erfahrung meines Lehrers sauge ich regelrecht auf. Ich möchte mein Wissen an die kommenden Generationen genauso weitergeben, mit dem Enthusiasmus, mit der Empathie, wie es mich mein Opa gelernt hat. Genauso wie das respektvolle Verhalten den Tieren und dessen Lebensräumen gegenüber.

Kategorie: 
Die Jägerin des Jahres 2017 - Kandidatinnen